Wir lassen mit Faster Than Light (FTL) ein Spielerlebnis der 80er Jahre wieder aufleben. Fun und Frust garantiert und warum ich eine Hass-Liebe zu diesem Spiel aufgebaut habe erfährt ihr hier.

Mit Lichtgeschwindigkeit ins Ungewisse

Wählt euer Raumschiff, helft anderen Aliens oder plündert ihre letzten Habseligkeiten. Alles ist erlaubt während ihr wie Wanderheuschrecken von Planet zu Planet zieht, Ausrüstung sammelt und euch auf die finale Schlacht vorbereitet. Was euch jedoch nach dem Austritt aus dem Hyperraum erwarten, dass weiß Gott alleine – welcher auch immer – denn ob Mensch oder Alien, bei FTL helfen keine Gebete, ausser vielleicht zu RNGesus.

Sofort nach der Wahl eures Space Cruisers werdet ihr vor Tutorial-vollendeten Tatsachen gestellt. Ein Klick auf die Karte offenbart eure Anflugziele. Klickt euch von Planet zu Planet und erreicht den Weg in die nächste Galaxie, bevor die gegnerische Flotte euch erreicht. Klingt einfach? Bei FTL ist es alles andere als das.

Was sagt der Story Generator: du bist tot…

Ganz so tragisch ist es nicht. Denn die Geschichten, die erzählt werden, handeln von gestrandeten Aliens, Distress-Signalen die Freund oder Freind sein können oder Welraumsupermärkte – und was ihr daraus macht ist eure Entscheidung. Flieht oder kämpft, helft oder plündert. Wisset aber, dass jede Entscheidung eure letzte sein kann. Patrick Lück hat es meiner Meinung nach am zutreffendsten beschrieben: „Im Weltall hört dich niemand fluchen“, denn beim Zocken von FTL brannten schon öfters die Sicherungen von meinem Cruiser durch, und dann meine eigene.

Es tobt ein Aufstand am Planeten, los lass uns ein Crewmitglied runterschicken um ihnen zu helfen, vielleicht zeigen sie sich dankbar und geben uns Ausrüstung… das Crewmitglied ward nie mehr gesehen.

Oder mein absoluter Favorit: das nichts, also absolut nichts von Interesse und nichts zu tun. Schön das man eine Runde entspannen kann ohne sich mit Weltraumpiraten rumprügeln zu müssen, blöd nur wenn einem der Sprit ausgeht und man dann antriebslos umherschwirrt.

(c) Faster Than Light

(c) Faster Than Light

Clonen ist die neue Medic-Station

Auch in Punkto kämpfen bietet FTL viele verschiedene Möglichkeiten zu agieren und das hat mich überzeugt. Kämpft Mann gegen Mann und heilt euch in der Medic-Base hoch oder clont euch einfach wieder und wieder, bis die Eindringlinge vernichtet sind. Energieprobleme? Wer braucht jetzt noch Schilde? Leitet alles in die Waffensysteme, jetzt heißt es wir oder sie.

Fazit

FTL bannte mich mit dem Ungewissen, das sich hinter jedem Planeten verbirgt und dem strategischen Vorgehen im Gefecht. Ich lies mich von der Retro Grafik auf eine Reise zu meinen Gaming-Kindheitserinnerungen führen und der Soundtrack läuft auf Wunsch meiner Freundin nun zu Hause in der Chillout Playlist. Auch wenn ich nicht mehr zählen kann, wie viele Raumschiffe ich schon geschrottet, wie viele Crewmitglieder ihr Leben gelassen habe, kann ich sagen, dass jedes Abenteuer komplett anders verlief als die vorangegangenen und anders als erwartet. Ich kann FTL auf jeden Fall nur weiterempfehlen.

Wertungsbild 9.3

 

Written by: Thomas Schwan