Ein gutes Omen: Hands-on mit den neusten Produkten aus HPs Gaming-Abteilung

Diesen Mittwoch wurden wir zum Showcase der Marke Omen von HP geladen. Unter dem Omen Brand bietet HP seit letztem Jahr verschiedenste Gaming-Lösungen in Form von Desktop-PCs, wie dem imposante OMEN X, Laptops als auch Peripherie wie Maus und Tastatur an. OMEN erweitert nun sein Line-up und wir berichten frisch aus der Technologiestraße 5, was es alles neues aus dem Hause HP für Gamer geben wird.

Erstmal vorweg, alle Gaming Produkte von HP laufen zukünftig unter dem OMEN Brand. Dass sich die Marke vom Rest der Produkte des Konzerns differenzieren will lässt sich auch an den aggressiven Akzenten feststellen, die die Designer bei den Produkten gesetzt haben. Dem Produktmanager, Christian Müller zufolge, habe man sich hier teils an die Automobilindustrie orientiert und auch versucht die Designsprache des bereits erhältlichen OMEN X weiter zu führen. Alle Geräte wurden demnach mit der Charakteristischen roten LED Beleuchtung vorgestellt, aber natürlich gibt es in einigen SKUs auch die leistungssteigernde RGB-Beleuchtung.

Die neuen Laptops – G-Sync, 120hz, diskreter Audioverstärker und viel hochwertiges Aluminium

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15″ OMEN by HP 2017

Direkt zu Beginn wurden wir mit den komplett neu designten Laptops der OMEN-Linie vertraut gemacht. Die Laptops wird es in 15,6“ als auch 17,3“ Ausführungen und verschiedenen Konfigurationen geben. Beide Größen werden entweder mit einem 120hz 1080p Display oder wahlweise 60hz 4k Display ausgestattet sein. Besonders die 120hz Konfiguration dürfte für Spieler interessant sein. 4K macht wohl nur für den 17″ wirklich Sinn.

Wer sorge hat, dass die Laptops nicht genug Power bieten um diese Displays auch tatsächlich mit genug Bildern pro Sekunde zu befeuern der sei beruhigt: In beiden Laptops schlagen die neusten Intel Kaby Lake Prozessoren ihre Gigaherzen (bis zu Core i7 7700HQ); der kleine 15,6“ Laptop kommt mit bis zu einer GTX 1060 (Max-Q*) daher, der 17,3“ Laptop hingegeben kann in der Höchstkonfiguration mit einer GTX 1070 aufwarten. Wenngleich beide wohl keine Probleme dabei haben kompetitive e-sport Spiele wie Overwatch bei 1080p mit 120fps zu betreiben, so dürfte das Ganze für den kleineren OMEN-Laptop oder gar Konfigurationen mit der 1050 bzw. 1050Ti bei neueren Triple A Titeln nicht so ohne weiteres machbar sein. Doch auch hier hat HP mitgedacht: Alle OMEN-Laptops unterstützen Nvidias dynamische Bildwiederholungsfrequenztechnologie (wow, ich liebe die deutsche Sprache) namens G-Sync. Das heißt, wenn der Rechner mal nicht genug Bilder pro Sekunde kalkuliert, passt sich die Bildwiederholrate des Displays an die ausgegebenen fps an und es kommt so weder zu Tearing (unvollständigen Bildern), noch zu unschönen Rucklern oder Lag aufgrund einer sonstigen V-Sync lösung. Digitalfoundry beschrieben das Feature sehr ausführlich in diesem Video.

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17″ OMEN by HP 2017

*Bei der weiter oben erwähnten Max-Q Technologie handelt es sich im Grunde um einen Marketingbegriff, den Nvidia für ihr neues Effizienz- und Lautstärke-optimiertes GPU-Konzept für Laptops entwickelt hat. Dabei sucht Nvidia den sogenannten Sweetspot der einzelnen GPUs, was heißt dass diese zwar leicht niedriger getaktet sind als non-Max-Q Produkte, dafür aber mit wesentlich weniger Spannung und somit Strom betrieben werden können und somit längere Akkulaufzeiten, weniger Abwärme und niedriger Lüftergeräusche ermöglichen. Nvidia geht dabei so weit, dass man im Treiber die GPU auf Lautstärke anstatt auf Leistung hin optimieren kann; ein echtes Schmankerl für Silent-liebhaber wie dem Unterzeichnenden.

Das Gehäuse ist auch ein Schmankerl fürs Auge, großteils aus Aluminium gefertigt wirkt das Gehäuse beim ersten Haptiktest durch und durch wertig und weiß mit den scharfen Kanten und der klaren Designsprache zu überzeugen. Man merkt wie die OMEN Marke immer mehr heranreift und auch die Eigensinnigen aber durchaus erfolgreichen und wünschenswerten Designentscheidungen des OMEN X weiterführt, so auch die leichte Erreichbarkeit der austauschbaren Komponenten durch Abnahme des unteren Panels.

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3 Verschiedene Leuchtkonfigs der Tastatur: Aus, nur WASD, Volle Beleuchtung.

Aber nicht nur fürs Auge haben die Geräte was zu bieten. Auch im Audiodepartment versprechen OMEN und HP einen ganz besonders sauberen Sound dank eines dedizierten Audioverstärkers der durch Abschirmung und eigene Stromversorgen nicht (bzw. weniger) von Spannungsschwankungen oder sonstigen Störfrequenzen andere Komponente in Mitleidenschaft gezogen werden soll. Der Verstärker ist sowohl für den Audioausgang als auch den integrierten Lautsprechern zuständig. Letztere sind nach wie vor von Bang & Olufsen, machten bei der ad-hoc Präsentation aber selbst im 17.3“ keine besonders gute Figur, wenngleich auch nicht unbedingt eine schlechte.
Der 15,6“ Laptop wird im August ab 1099€, der 17,3“ ebenfalls im August ab 1199€ verfügbar sein.

Der neue OMEN Desktop PC

Als kleiner Bruder des massiven OMEN X vorgestellt, gibt sich das mATX-Chassis des neuen OMEN etwas weniger auffallend, hält sich aber Designtechnisch dennoch nicht zurück. LED-Beleuchtung, Sichtfenster und Hot-swappable HDDs sowie vollständig Schraubenfreies Case-Design für erleichterte Aufrüstbarkeit führen die Tradition, die mit OMEN X durch einen integrierten Werkzeughalter gestartet wurde, fort. Durch Standardanschlüssen am Motherboard und Case sollen Nutzer auch ohne Probleme z.B. Lüfter austauschen können.
Von Intel bis AMD und Nvidia wird es Konfigurationen in allen möglichen Kombinationen geben. D.h. es wird neben Intels Kaby Lake CPUs (2-4 Kern) auf H270 (nicht übertaktbar)/Z270 (übertaktbar) Basis, auch 6- bzw. 8-Kern Ryzen CPU Konfigurationen (sehr wahrscheinlich übertaktbar) und neben den üblichen Nvidia GTX (bis zu 1080 in SLI) Produkten auch AMDs RX480/RX580 im Crossfire bzw. der bald erscheinenden RX Vega  geben.
Der OMEN Desktop PC wird voraussichtlich im September ab 999€ verfügbar sein.

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OMEN by HP Desktop PC Late 2017

Der andere kleine OMEN X – VR Rucksack par excellence

Neben dem OMEN Desktop PC wurde ein weiteres höchst interessantes Produkt vorgestellt: Der OMEN X Compact Desktop. Dabei handelt es sich um ein Komplettsystem in höchst kompakten Maßen, das auf einem inkludierten Dock als handelsüblicher (sehr stylischer) Desktop und auf einer inkludierten Rucksackhalterung als VR-Rucksack seinen Dienst erweisen kann.

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OMEN-X by HP Compact Desktop

Das kleine Ding hat mächtig Dampf unter der Haube, mit einer GTX 1080 und einer Core i7-7820HK (4 Kerne bis zu 3,9ghz) mobil CPU. Obwohl beide Komponente bereits ab Werk sehr hoch getaktet sind, lassen sich sowohl CPU als auch GPU frei übertakten und halten diesen Takt auch wenn das Gerät vom Dock entfernt wird und auf Akku umschalten muss. Dabei befindet sich im Chassis selbst nur ein kleiner Notakku, der das Gerät knapp 10 Minuten am Leben halten kann. Das Gerät ist aber auch nicht dafür ausgelegt lose in der Gegend herumzuliegen, sondern soll, wenn nicht im Dock, auf die mitgelieferte Rucksackhalterung montiert werden. Dort werden dann über zwei sehr stabil wirkende Anschlüsse auf der Unterseite des Geräts zwei Zusatzakkus, die jeweils etwa 30 min. Hochleistungsgameplay ermöglichen sollen, angebracht. Kurze Kabel für das VR-System liegen bei und somit kann man fast vollkommen uneingeschränkt in die VR-Welten eintauchen. Unser Hands-on beschränkte sich dabei auf das anprobieren des Rucksackgespanns, aber das fühlte sich, trotz dem insgesamt knapp 4kg die das alles auf die Waage bringt, sehr angenehm und durchaus länger tragbar an.

Hipster Beutel waren gestern. #sorrynotsorry

Die ganze Lösung wirkt sehr durchdacht und besonders Hardwaretechnisch gibt es kaum was zu meckern. Neben den bereits erwähnten, leistungsstarken Hauptkomponenten finden 16 GB Ram und eine 512GB NVMe SSD ihren Platz im Chassis. Der Rest des Raums im Chassis wird wohl für die Kühllösung gebraucht werden. Die kleine Speichermenge (der SSD) des Geräts ist mitunter der einzige Kritikpunkt der hier zu erwähnen ist, bedenkt man, dass viele neue Spiele über 50GB in Anspruch nehmen. Naja und natürlich der angestrebte Preis von 3299€. Ersteres Problem würde sich aber wohl durch eine externe Festplatte lösen können die man direkt an einem der vielen USB 3.0 Ports des Geräts anschließen könnte, leider fehlt für eine solche Speicherlösung momentan noch eine dafür vorgesehene Halterung auf der Rucksackhalterung. Letzteres Problem, also der Preis von 3299€, lässt sich wohl durch braves Sparen angehen. Bis Ende September haben wir ja schließlich noch Zeit. 😉

Das Grafikdock und andere Peripherie

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OMEN by HP Accelerator

Auch OMEN bietet nun ein eigenes externes Grafikdock für Tunderbolt-3-fähige Geräte an. Das Chassis ist dabei wesentlich größer als das von Gigabyte, über das wir vor einigen Tagen schrieben. Dafür soll das Chassis Platz für Größere Grafikkarten und eine zusätzliche externe HDD/SSD (2,5“) bieten. Das Design erinnert dabei stark an den OMEN-X und bietet ein kleines Sichtfenster für die Grafikkarte.

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OMEN by HP Accessories

OMEN dringt dazu noch in weiteren Produktgruppen vor; so bietet OMEN durch eine Kooperation mit Cherry z.B. Peripherie wie die ergonomische OMEN Mouse 600 und des toll klickenden, mechanischen OMEN Keyboard 1100 an. Auch Monitore wollen im Line-up nicht fehlen, weshalb es ab August, für 319€ bzw. 849€ einen 25“ 1080p144Hz Display bzw. 27“ 1440p165hz Display von OMEN zu kaufen werden gibt. Ersteres bietet Unterstützung für AMDs adaptive Bildwiederholungsfrequenztechnologie „FreeSync“ und letzterer wiederum für Nvidias Pendant „G-Sync“. Beide werden mit Reaktionszeiten von 1ms beworben.

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OMEN by HP Cyclone 27″ G-Sync Monitor

Weitere Details findet ihr bei HP bzw. OMEN:

http://store.hp.com/GermanyStore/Merch/Offer.aspx?p=c-omen-gaming-pcs

Written by: Christian Lang

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