Dying Light: PS4 Review

Die Macher von Dead Island melden sich mit einem neuen Zombie Survival Game zurück für PS4, Xbox One und PC. Wir haben uns das Parkour Zombie Gemetzel für euch auf der Playstation 4 angesehen und verraten euch im Test, ob sich Dying Light wirklich auszahlt.

Vom RPG zum Parkour Survival

Techland haben mit Dead Island, ein wirklich gutes Zombie RPG abgeliefert. Dying Light wirkt zwar auf den ersten Blick wie ein neues Dead Island, fokusiert sich aber eher auf Co-Op und vor allem Parkour Elemente. Dafür, dass euch das Spiel eigentlich mitten in ein Zombie verseuchtes Gebiet wirft, fängt das ganze eher gelassen an. Ihr habt Safe Zones, werdet mit dem Crafting und der Steuerung vertraut gemacht und geht am hellichten Tag auf eure ersten Aufträge. Nachdem ihr den Prolog hinter euch gebracht habt, könnt ihr einige der Missionen direkt online im Co-Op mit anderen Spielern absolvieren. Der weitere Spielablauf beschränkt sich dann auf überleben, Safe Zones von Zombies befreien und je nach Bedarf und Motivation die verschiedenen Nebenquests erfüllen, wie auch bereits aus Dead Island bekannt.

Dying Light Zombie Screen PC CK

Grafik Update und neue Gameplay Elemente

Dead Island hatte technische einiges an Problemen vorzuweisen und auch Dying Light hatte seine Startschwierigkeiten vor allem am PC mit FPS Einbrüchen und erhöhten Fehlern mit AMD Chipsätzen. Auf der PS4 ist die Performance in Ordnung und vor allem die Grafik ist wirklich gelungen. Die große offene Welt von Haram sieht richtig gut aus und bietet einiges an netten Effekten. Da Dying Light seinen Fokus eher auf den Parkour Part legt, gibt es passende Features um die neuen Gameplay Elemente zu unterstreichen. Tagsüber könnt ihr Safe Zones sichern, Materialien für das craften sammeln und einzelne Fallen für den Abend vorbereiten. Solange es nicht Nacht wird, machen euch die Zombies eher weniger Sorgen, hier könnt ihr quasi frei durch die Stadt ziehen und eure Aufträge erfüllen. Wo Dying Light wirklich überzeugt, ist der Nachtmodus. Hier warten noch gefährlichere Zombies auf euch und auch eure Attribute werden ähnlich wie Adrenalin gepusht um den neuen Gefahren entkommen zu können.

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Auch das Crafting und Levelsystem wurde gegen Dead Island überarbeitet. Das ganze wirkt eher wie eine simple Version von Dead Island. Ihr levelt durch eure Aktionen in den jeweiligen Bereichen. Tötet ihr Zombies bekommt ihr XP für eine Kategorie und klettert ihr durch die Gegner wieder mehr XP für Agilität. Nach jedem Level up könnt ihr anfangs meistens 2 verschiedene Wege auswählen in denen ihr weiterleveln wollt. Das Crafting-System wurde auch passend für Dying Light vereinfacht. Ihr bekommt laufend die passenden Gegenstände die ihr mit einem Button und den richtigen Blueprints kombinieren könnt. Bessere Blueprints findet ihr auf der Map verteilt, in Kisten oder könnt sie in Shops kaufen.

Schwache KI und fehlende RPG Vielfalt

Man erwartet natürlich von Zombies in Videospielen keine Meisterleistungen, wenn es um den Punkt KI geht, aber Dying Light hat hier doch einige Schwächen, eine gute Balance zwischen Tag und Nacht zu finden. Am Tag sind die Zombies wirklich nur Statisten die einen mehr oder weniger nicht mal dazu zwingen die Häuser der Stadt als Route zu nutzen und in der Nacht ist es eher ein Versteckspiel gepaart mit simplen weglaufen, sobald einen die stärkeren Gegner entdeckt haben. Man kommt zwar nach einer Zeit auch in das etwas klumpige Parkour Gameplay hinein, aber es bleiben dennoch immer wieder etwas frustrierende Stellen die man besser lösen hätte können, wenn man bedenkt, dass Spiele wie Mirror’s Edge oder Assassin’s Creed das ganze schon vor Jahren eleganter gelöst haben.

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Auch die Vielfalt an Crafting Möglichkeiten und Fähigkeiten auszubauen, wirkt in Dying Light sehr abgespeckt gegen Dead Island. Das Parkour Gameplay ist ganz nett um Zombies zu entkommen und die Welt zu erkunden, wird aber meistens im Spiel viel zu wenig benötigt. Wirklich herrausragend präsentiert sich nur das Spiel bei nachts und die Multiplayer Komponente. Der Co-Op ist gut gelungen und auch der Be the Zombie Modus konnte uns bereits auf der Gamescom überzeugen.

Fazit

Dying Light schafft es vor allem an der technischen Front einige Verbesserungen gegenüber Dead Island zu liefern und bietet gerade mit den vielen Multiplayer Optionen und dem gelungenen Nacht Gameplay eine nette Zombie Abwechslung. Der Titel bietet aber wenig Vielfalt im Crafting und Levelsystem und gerade tagsüber weist die Zombie KI einige Schwächen auf. Falls ihr nach schneller und simpler Zombie Action sucht mit Parkour Einlagen und guten Multiplayer, gibt es eine klare Empfehlung von uns.

Wertungsbild 7,7

Positiv

+ Gelungener Co-Op und Multiplayer

+ Grafisch Top

+ Nachtmodus gut umgesetzt

Negativ

– Fehlende Vielfalt bei Crafting und Levelsystem

– Schwache Gegner KI bietet wenig Herausforderung

– Story wie gewohnt sehr schwach ausgefallen

Written by: Gabriel Bogdan

Redaktionsleiter/Vernichter von Cornflakes und Vollzeit Gamer

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