Die „Top 5 Spiele des Jahres“ von Raya

Hier nun auch meine Top 5 Games des Jahres 2017.

Zuerst einmal muss gesagt werden, dass ich erst seit 2 Wochen eine Nintendo Switch habe und ich auch andere Top Spiele dieses Jahr noch nicht spielen konnte (so wenig Zeit, so viele tolle Games). Hier also meine etwas andere Liste:

Horizon: Zero Dawn

Horizon Zero Dawn

2016 gab es für mich eigentlich nur ein Spiel: Fallout 4. Aber nach über 300 Stunden Spielzeit musste dann irgendwann doch etwas anderes her.

Schon beim allerersten Trailer wusste ich, dass Horizon: Zero Dawn etwas für mich sein wird: Gefährliche Roboter-Dinosaurier in einer riesigen, offenen, post-apokalyptischen Welt und die Waffe der Protagonistin Aloy ist ein Bogen! Also wurde Horizon das erste Spiel, das Fallout 4 ablösen durfte. Und auch, wenn ich mich am Anfang etwas blöd angestellt habe, ich wurde nicht enttäuscht: Die Story ist nicht allzu komplex, aber dennoch ziemlich interessant. Mein Freund meinte, dass alles sehr vorhersehbar war, was ich aber nicht fand. Die Welt ist riesig und sieht einfach wunderschön aus. Von Schneelandschaften über Canyons, Wüste und Dschungel ist so ziemlich alles dabei um das ganze Spektrum an verschiedenen Vegetationen zu bieten, in denen die wildesten Maschinen-Tiere beheimatet sind. Dazu noch verschiedene Tageszeiten und Wetterlagen. Horizon hat mich grafisch so verwöhnt, dass die meisten anderen Games nur noch zweitklassig für mich aussehen. Meine PlayStation ist voll mit mindestens 300 Screenshots, einer toller und atmosphärischer als der andere.

Neben der Hauptstory und den typischen Nebenquests hat mir aber einfach nur das simple Jagen der Maschinen besonderen Spaß gemacht. Die Schwächen und Taktiken gegen die unterschiedlichen Maschinen herauszufinden, war für mich neben dem Erkunden der Welt (und Screenshots machen ^,^°), der Hauptfaktor des Spiels. Und so war ich schon lange vor der Ende der Story auf maximalem Level.

Ich brauchte 70 Stunden für das Hauptspiel und dann nochmal 30 Stunden für das Add-on The Frozen Wilds und kann nur sagen, dass sich diese 100 Stunden definitiv ausgezahlt haben. Ich hätte mir hier und da noch mehr verschiedene Maschinen, Skills, Waffen und Rüstungen gewünscht, aber ein bisschen was Neues gab es dann ja in The Frozen Wilds, was mich sehr gefreut hat.

Ich bin schon sehr gespannt auf den zweiten Teil, der zwar noch nicht offiziell angekündigt wurde, der aber nach dem Erfolg von Horizon sicher schon in Planung ist.

Persona 5

Morgana Anime Screenshot Persona 5

Nachdem mich so ziemlich alle JRPGs der letzten Jahre mehr als enttäuscht haben (von Final Fantasy XV über die neueren Tales of – Ableger war wohl seit Ni no Kuni nicht mehr wirklich etwas Überragendes mit dabei), habe ich mich umso mehr auf Persona 5 gefreut.

Vor einigen Jahren hatte ich bereits Persona 3 als Download Game auf der PlayStation 3 gespielt und auch der Persona 4 Anime hat mir sehr gut gefallen (das Spiel dazu habe ich leider nie gespielt. Ich weiß, ein Desaster!).

Prinzipiell kann man über Persona 5 nur Gutes sagen. Die Story ist originell, brillant, bietet jede Menge Überraschungen und regt auch sehr zum Nachdenken über unsere heutige Gesellschaft an. Die Charaktere sind im Gegensatz zu vielen Party-Mitgliedern aus anderen RPGs der letzten Jahre kreativ und liebenswert. Alle haben ihre eigenen Hintergründe und Motive, warum sie sich der Gruppe anschließen. Jeder spielt einen erheblichen Part in der Hauptgeschichte, selbst Nebencharaktere werden immer wieder mit einbezogen und spielen eine nicht zu unterschätzende Rolle.

Neben der Hauptstory gilt es aber auch wieder den Schulalltag in Tokyo zu meistern und Beziehungen zu anderen Personen aufzubauen, wodurch man auch noch mehr über seine Kampfgefährten und weitere Charaktere erfährt und was auch Vorteile im Kampf bringen kann. Das Kampfsystem ist Persona-traditionell rundenbasiert, taktisch, aber vor allem aber nicht zu einfach. Man verbringt schon einige Zeit damit, die besten Persona-Kombinationen zu entwickeln, damit man für alle Fälle vorbereitet ist.

Letztendlich ist da dann noch der absolut geniale Soundtrack, wahrscheinlich einer der besten der letzten Jahre. Dazu dann noch japanische Sprachausgabe, das ganze japanische Flair und du hast ein ganz spezielles JRPG, an dem du lange (wir brauchten knapp 110 Stunden auf normalem Schwierigkeitsgrad) deine Freude haben wirst.

Resident Evil 7

Tokyo Game Show RE7 Screen

Endlich mal wieder ein wirklich spannendes Survival Horror Game! Ich muss dazu sagen, dass ich es zwar nicht selbst gespielt habe, außer die erste halbe Stunde mit PlayStation VR. Es war meine erste längere VR Erfahrung – was für ein Erlebnis, man kann sich alles um sich herum anschauen! Wahrscheinlich sehr zum langweilen für meine Freunde, die dabei neben mir saßen, aber ich habe sie ja nicht gesehen XD. Ich habe aber beim kompletten Spiel meinen Freund beim Spielen zugesehen (ohne VR) . Und ja, es gibt solche Spiele, die machen (mir) einfach auch nur beim Zusehen Spaß, und Resident Evil 7 war definitiv eines davon.

Die Story und die Rätsel waren von Anfang bis Ende spannend und es gab genügend gute Grusel-, Ekel- und Schockmomente. Das letzte Mal habe ich mich so bei Until Dawn gegruselt. Im Vergleich dazu hatte The Evil Within 2 zwar auch ein, zwei gute Momente, aber ansonsten hat es mich als Zuseherin hingegen eher einschlafen lassen. Vielen mag die neue Richtung von Resident Evil 7 nicht so gefallen haben, aber ich fand es wesentlich unterhaltsamer und atmosphärischer als die Teile davor. Ich hoffe, dass in Zukunft noch viel mehr storylastige Horror-Games rauskommen werden.

Tekken 7

Tekken 7 Cover Art Jin

Ich erinnere mich noch genau an meine Teenager Jahre, als ich mit meinem Bruder, meiner besten Freundin und meiner Nachbarin praktisch pausenlos Tekken 3 gezockt habe. Jeder hatte seine Lieblingscharaktere, aber irgendwann hat man dann aus Spaß nur noch random gewählt, um am Ende mit Mokujin, Gon oder Dr. Bosconovitch dazustehen. Eine andere Freundin von mir hat es sogar soweit getrieben, dass sie nach einem Nachmittag Tekken 3 eine riesige Blase am Daumen hatte. Hach, das waren noch unschuldige Zeiten!

Danach konnte leider kein anderes Tekken mehr diese Stimmung und den Spaß hervor bringen. Zumindest nicht, bis Tekken 7 erschien. Nachdem ich praktisch nur Gutes über das Game gehört hatte, konnte ich es mir nicht nehmen lassen es gleich am Release Tag zu kaufen.

Und ja, es ist wirklich gut und spielt sich wie die alten Teile! Mein Freund ist zwar böse, dass sie Lei Wulong aus dem Spiel genommen haben, aber letztendlich gibt es jede Menge unterschiedlicher Charaktere, so dass für jeden was dabei ist. Egal ob klassische Charaktere wie die Mishimas, Nina, Paul aber auch die neuen Charaktere wie Lucky Chloe und Shaheen, mit denen ich sehr gerne kämpfe, spielen sich einfach super.

Es gibt wie immer verschiedene Story- und Survival Modi, die nicht so spannend aber dennoch kurzzeitig unterhaltsam sind. Durch das Spielen kann man verschiedene Gegenstände zum Anpassen bzw. Bekleiden der Charaktere freischalten, die meisten Kombinationen sorgen aber mehr für Gelächter, als alles andere.

Wie immer macht es aber am meisten Spaß einfach so gegen Freunde zu spielen. Ich weiß nicht genau, wie es dazu kam, aber irgendwie entstand ein kleiner Tekken-Krieg zwischen meinen Freunden (u.a. auch Cerealkillerz-Redakteuren). Ich habe mich da größtenteils raus gehalten und feiere meine kleinen Siege ^.~. Tekken 7 war übrigens das erste Spiel, in dem wir eine Platin Trophäe ergattern konnten (das zweite Spiel war natürlich Fallout 4 ^,^°).

Jetzt freue ich mich tierisch auf Soul Calibur 6, das ja nächstes Jahr erscheinen soll. Denn wenn mir damals etwas noch besser als Tekken 3 gefallen hat, dann war das Soul Calibur auf der Dreamcast.

Lego Worlds

Lego Worlds

Als Mutter eines kleineren Kindes sucht man auch immer wieder nach Games, die man zwischendurch auch mal im Beisein seines Kindes zocken kann. Ich hatte schon sehr viel Spaß mit Lego Marvel Super Heroes und als ich Lego Worlds günstig im Angebot gesehen hatte, habe ich einfach mal zugegriffen.

Ich muss zugeben: Das Spiel hat verschiedene Bugs, es gibt keine richtige Story, kein wirkliches Ziel und die Menüführung ist total umständlich (auch nach stundenlangem Spielen drücke ich noch immer und immer wieder den falschen Knopf).

ABER: Das Spiel macht irgendwie Spaß. Neue Lego-Kreationen entdecken, um diese dann kopieren und überall aufstellen zu können. Schatzkisten zu suchen (vor allem danach in tiefen, finsteren Höhlen graben), die entweder Gold, Waffen oder Baupläne für größere Lego Werke enthalten. Den Bewohnern zu helfen, indem man verschiedene kleine Aufgaben löst, z.B. ein bestimmtes Item bringen oder ein Haus bauen. Neue Welten und Biome zu erkunden usw.

Für mich persönlich ist so ein einfaches Spiel ohne richtige Regeln immer wieder eine tolle Abwechslung. Einmal über nichts groß nachdenken, sondern einfach herumlaufen und Neues entdecken. Manchmal macht es auch Spaß, sich eigene Ziele zu setzen oder man sieht es einfach so, dass der Weg das Ziel ist!

 

Das sind also meine Spiele des Jahres. Ich habe noch einige Games von diesem Jahr offen, die allerdings schon im Regal in der Warteschlange stehen, wie Assassin’s Creed Origins, Nier Automata und auch Super Mario Odyssey.

Und auch nächstes Jahr wird bei den vielen grandiosen Ankündigungen wieder sehr interessant. Ich wünsche allen einen guten Rutsch und viele tolle Zockermomente in 2018!

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Written by: Raya Schneider

Gaming Mama, Sony Fangirl und Liebhaberin von JRPGs und postapokalyptischen Games.

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