Die Horror Trips der Gamescom 2017 mit Agony, The Inpatient und The Evil Within 2

Nachdem wir bereits einige gute Horror-Projekte auf der E3 entdeckt hatten, mussten wir natürlich auch die Gamescom nach den besten Survival Games absuchen. Den kurzer Spinnen-Auftritt der uns bei Skyrim VR untergekommen ist, kann man zwar für Arachnophoben erwähnen, aber ansonsten konnten uns dann doch ein paar Titel überraschen.

Survival Horror inspiriert von Klassikern wie Silent Hill inklusive jeder Menge Gore

Agony hat bereits einiges an Aufmerksamkeit in den letzten Monaten auf sich ziehen können, durch sehr gewagte Screenshots und Gameplay-Eindrücke. Das letzte Kickstarter Ziel für eine VR-Version wurde auch bereits erreicht und einem Release in 2017 steht auch nichts mehr im Wege. Laut den Entwicklern soll man den Titel in 2-3 Stunden durchspielen können, aber es gibt 7 Enden was euch auf eine Gesamtspielzeit von 30-40 Stunden bringen soll um die Geschichte wirklich komplett zu entdecken. Sobald ihr New Game Plus erreicht finden sich Türen und Wege weiterhin verschlossen, die ihr in den vorherigen Spieldurchläufen geschlossen hattet. 10 Kickstarter-Backer haben es sogar ins Spiel als Leiche geschafft und über 500 Körper wurde nach den Unterstützern benannt. Wer also auf so eine Art von Fanservice steht, wird mit dem Titel auf jeden Fall schon mal seinen Spaß haben. Der Gameplay-Fokus der Entwickler polnischen Entwickler von Madmind Studios liegt auf klassischen Survival Horror mit logischen Rätsel à la Silent Hill und keine Jumpscares.

Agony PC

Ihr landet ohne Erinnerungen in der Hölle und habt als einziger Anhaltspunkt die „Red Godess“ die euch durch die unzähligen Labyrinthe und Schauplätze der Hölle leitet. Als Gegner gibt es Spinnen, Schlangen und auch God of War-like Bosse. Wir konnten bisher leider nur einen ersten Teaser von einem Boss Fight sehen, aber es wird wohl auf sehr epische Quicktime-Events hinauslaufen. Anfangs wandert ihr noch ziellos durch die Welt und löst Puzzle, aber später könnt ihr dann auch euren Körper verlassen und andere Kreaturen übernehmen um voranzukommen oder Gegner zu bezwingen. Agony besticht bereits in dieser frühen Phase mit jeder Menge Gore und Fans von klassischen Survival Games sollten den Titel im Auge behalten.

The Evil Within 2 angespielt – Die offene Survival-Wiese ladet zur Schnitzeljagd

Mit einem fulminanten Auftritt auf der E3 wurde der Titel auf Bethesda Pressekonferenz enthüllt. Auf der Gamescom 2017 konnten wir jetzt endlich zum ersten Mal selbst Hand anlegen. Das STEM-System aus dem ersten Teil ist zurück und ihr müsst euch wieder einmal abstrakten Monstern und anderen Gegenspielern stellen. Bereits am Anfang der Demo wurden wir von einer missglückten Kombination aus einer Dame und Ketten+Kreissägen verfolgt. Nachdem der Puls etwas Zeit bekommt zum runtergeht, findet man sich in einer Kleinstadt im Stil von Silent Hill wieder, die auch einige Gebiete passend durch Nebelschwaden verdeckt. Bis auf ein paar neue Rätsel-Elemente die sich auf das verbinden von zwei Frequenzen fokussieren, spielt sich der zweite Teil noch ziemlich ident wie sein Vorgänger. Die Bewegungsabläufe und das Waffen-Handling wirken leicht überarbeitet und auch das Upgrade-System sieht deutlich besser und vor allem durchdachter aus als noch im Vorgänger. Gegner droppen wieder einmal grünes Gel was für die Aufwertung eurer Fähigkeiten notwendig ist und direkt in Flaschen abgefüllt wird (wie praktisch).

 Communicator Screenshot Evil Within 2

Wie viel offene Gebiete das finale Spiel zu bieten hat können wir aktuell noch nicht sagen, aber der Wechsel auf größere Flächen und aggressivere Gegner tut dem Titel auf jeden Fall gut. Bereits in der kurzen Anspiel-Session sind uns einige großartige cinematische Darbietungen vom klassischen abstrakten Theme des Titels untergekommen und das Gameplay hat das richtige fein-tuning zum Vorgänger erhalten. Auch das bisher angeteaserte Spiel mit der Psyche vom Protagonisten Sebastian und der Suche nach seiner Tochter Lily sind die ideale Einleitung in den erneuten Horror-Trip der auf euch ab den 13. Oktober warten wird.

The Inpatient – Das neue PS VR Projekt der Until Dawn Macher angespielt

In einer Psychiatrie am Rollstuhl gefesselt sein klingt doch nach einem angenehmen Urlaubstrip oder? Die Entwickler von Until Dawn wollten hier ihre Gedankengänge aus dem Hauptspiel etwas weiterführen und euch erneut in einem neuen Szenario das fürchten lehren. Bereits am 22. November erscheint der Titel für PlayStation VR und versetzt euch zurück ins Blackwood-Sanatorium. Wie auch in Agony habt hier euer Gedächtnis verlosen und müsst mit Entscheidungen und Dialog-Optionen dahinter kommen, was mit euch geschehen ist und warum ihr dort gelandet seid. Eure Entscheidungen haben weitreichende Konsequenzen und natürlich warten wieder einmal einige Jumpscares auf euch. Die Interaktion mit der Welt ist den Entwickler ausgesprochen gut gelungen. Im Gegensatz zu bereits erschienenen VR Titeln wie Resident Evil 7, schaut ihr euch mit den Move Buttons um und bewegt damit eure Hände nach links oder rechts im Rollstuhl sitzend. Wir konnten ein wenig mit NPCs reden und mit einzelnen Gegenständen interagieren, aber das Setting und die Darbietung stehen Until Dawn eigentlich um nichts nach. Vor allem die erdrückende Stimmung durch das aggressive Verhalten der Ansprechpartner im Spiel haben uns schon in den ersten Minuten ordentlich unter Druck setzen können.

Written by: Gabriel Bogdan

Redaktionsleiter/Vernichter von Cornflakes und Vollzeit Gamer

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