Dead Synchronicity: Tomorrow Comes Today – PC Review

Erst gestern erschienen, schon heute von uns getestet. Wir haben das End-Zeit-2D-Adventure im Point-and-Click-Stil von Daedalic Entertainment und den Indie-EntwicklerInnen von Fictiorama Studios unter die Lupe genommen und verraten Euch ob sich die Anschaffung lohnt. Dead Synchronicity: Tomorrow Comes Today ist erhältlich PC, Mac und iOS.

Die Story – Katastrophen, Krankheiten und Amnesie

Die Welt in der wir als Protagonist Michael nach einem langen Tiefschlaf erwachen ist eine äußerst düstere. Die „Große Welle“ – eine Verkettung unerklärlicher Naturkatastrophen – ist über die Welt gerollt und hat unseren Heimatort in Schutt und Asche verwandelt, eine Pandemie die Erkrankte zu „Zerflossenen“ werden lässt grassiert, die Umgebung wird von Militärs regiert und zu allem Überfluss kann sich Michael an nichts von alledem erinnern, er weiß nicht einmal mehr, wer er eigentlich ist.

Es gilt also eine Welt vor der endgültigen Zerstörung zu retten, ohne zu wissen, was denn eigentlich die Katastrophen und Krankheiten ausgelöst hat. Michael hat dabei  immer wieder „Flashforwards“ die Raum und Zeit um ihn herum verschwimmen lassen. Das trägt natürlich nicht unbedingt dazu bei die Geschehnisse besser zu verstehen, vor allem dann nicht, wenn man sich nicht einmal seiner eigenen Identität sicher sein kann und seine eigene Vergangenheit vergessen hat.

Nach und nach erkennt Michael aber die Wahrheit; eine äußerst erschreckende und verstörende Wahrheit….

Düstere, künstlerische und gewaltvolle Atmosphäre ab 12 Jahren ?

Wie man aus der Einleitung erkennen kann, handelt es sich bei Dead Synchronicity: Tomorrow comes Today keineswegs um leichte Kost. Die Schicksale der Charaktere sind von Gewalt und Anarchie geprägt. Immer wieder begegnet Michael das tiefste Dunkel der menschlichen Seele. Dass diese Stimmung und Atmosphäre auch bei den SpielerInnen hinter den Bildschirmen so ankommt, ist vor allem der sehr hart und kantig gestalteten Umgebung und der düsteren musikalischen Gestaltung geschuldet. Die zwar (oftmals) schlicht aber dennoch künstlerisch gestalteten Szenerien können einem dabei schon den einen oder anderen Schauer über den Rücken laufen lassen.

Gesamt gesehen ist die Altersfreigabe für SpielerInnen ab 12 Jahren nicht nur ob der düsteren und apokalyptischen Atmosphäre, sondern auch ob der stets präsenten rohen Gewalt aus unserer Sicht sehr fragwürdig.

Grafik, Sound und mehr

Die Gestaltung von Charakteren und Handlungsorten ist sehr gut gelungen. Auch der Soundtrack passt gut zur Stimmung des Spiels und die (deutsche) Synchronisation wirkt gut ausgearbeitet und flüssig. Dabei wurde gerade für deutschsprachige Spieler darauf geachtet, nicht alles sinnlos zu verdeutschen (etwa „Suicide Park“). Leider vermisst man in diesem Adventure die Entscheidungsfreiheit ein wenig. Gespräche mit Charakteren kommen einem vor wie abgespult. Die Rätsel sind allesamt logisch zu lösen und wenn man einmal nicht weiter weiß so hilft ein angenehm kurz und prägnant gehaltenes „Notizbuch“ sowie die alt bekannte „Leertastenhilfe“ weiter. Für eingefleischte Adventure-Fans wird der Rätselstoff aber vermutlich zu einfach gestrickt sein. Die rund 8 Stunden Spielzeit wurden eine für die Story gut passende Länge gewählt und der Spannungsbogen wurde so gut wie nie unterbrochen und es gibt sogar die eine oder andere überraschende Wendung.

 

Fazit

Wer auf der Suche nach einem dystopisch-gruseligen Point-and-Click-Adventure ist, für den ist Dead Synchronicity: Tomorrow Comes Today ein heißer Tipp. Es zieht einen rasch in seine düstere Welt und bietet dabei genug für Augen, Ohren und auch einiges zum Nachdenken.

 

 

Wertungsbild 8,9

 

Positiv

+ Durchwegs spannende und mitreißende Story

+ Kunstvoll und atmosphärisch gestaltet

 

Negativ

– kaum Entscheidungsfreiheit (in Gesprächen)

 

Written by: COracle

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