Das Schloss des Cagliostro (Collector’s Edition) im DVD-Test!

DasSchlossdesCagliostro Kopie

Ein Haufen Falschgeld unbekannter Herkunft, eine gefangen gehaltene Prinzessin, ein uraltes, ungelöstes Geheimnis um einen kostbaren Schatz, viel spitzbübischer Humor und ein charmanter, diebischer Tunichtgut mit dem Herz am rechten Fleck – das sind die Hauptzutaten für Hayao Miyazakis grandioses Werk Das Schloss des Cagliostro. Wie sich diese Komponenten zu einem vergnüglichen Filmgustostück vereinen, erfahrt ihr in den nächsten Zeilen.

Facts

Genre: Comedy
Publisher: AV-Visionen
Regie: Hayao Miyazaki
Bildformat: 16:9
Tonformat: Deutsch Dolby Digital 2.0
Deutsch Dolby Digital 5.1
Japanisch Dolby Digital 2.0
Japanisch Dolby Digital 5.1
Releasetermin: 28. März 2007

 

Worum geht’s?

Lupin III, der Protagonist des Films, hat einen berühmten Vorfahren, dem er um nichts nachstehen möchte: Sein Großvater, Arsène Lupin, ein legendären Meisterdieb und geborener Gentleman, genoss wegen seiner Angewohnheit, Leute zu bestehlen, die ihren Reichtum auf fragwürdige Weise erlangt hatten, allseits Sympathien (ja, angespielt wird hier auf jenen fiktiven französischen Meisterdieb, dem der Autor Maurice Leblanc in seinen „Arsène Lupin“-Romanen zu großer Popularität verhalf).

Wie sein Großvater bestiehlt Lupin III also die, die es ohnehin verkraften können oder nicht besser verdient haben, und so hebt auch Das Schloss des Cagliostro mit einem Diebstahl an, dem wir dem Protagonisten irgendwie nicht übel nehmen können: Gemeinsam mit seinem ständigen Begleiter und alten Bekannten Daisuke Jigen erleichtert er ein Kasino um einen großen Batzen Geld. Als Lupin sich bei der rasanten Flucht die Scheine jedoch genauer ansieht, muss er verärgert feststellen: Es sind alles wertlose, wenn auch gut gemachte Blüten! Lupin wäre aber nicht Lupin, ließe er es einfach dabei bewenden, und so macht er sich, angetrieben von Neugier und Diebesehrgeiz, nach Cagliostro, dem kleinsten Land der Welt, auf, um der Herkunft der Fälschungen, die gerüchteweise dort produziert werden, auf die Spur zu kommen. Kaum in Cagliostro angelangt, werden Lupin und sein Kumpane Augenzeugen eines Fluchtversuchs: Dunkle Gestalten preschen in einer wilden Autoverfolgungsjagd einer Braut hinterher, die anscheinend verzweifelt zu fliehen versucht – was wiederum den Beschützerinstinkt Lupins weckt, der sich sofort zu ihrer Rettung entschließt. Gesagt, getan – doch wer ist diese bezaubernde Frau, was hat es mit dem geheimnisvollen Siegelring auf sich, den sie trägt, und wieso wird der charmante Dieb plötzlich von den Schergen des Grafen von Cagliostro verfolgt? Und wie steht all dies mit den Geldfälschungen in Verbindung?

Extras & Verpackung

Der Film ist mittlerweile um günstige 15 Euro bei Amazon in der Collector’s Edition erhältlich, was jedoch nichts mit der Qualität der Extras bzw. der Verpackung – übrigens eine Kartonhülle – zu tun hat. Die Collector’s Edition von Das Schloss des Cagliostro umfasst nämlich neben dem Film eine prall gefüllte Bonusdisc sowie ein 60-seitiges Booklet mit Originalzeichnungen, Skizzen und Charakterstudien – viel üppiger hätten die Extras kaum ausfallen können!

Zusammenfassung

Die Fäden der Geschichte werden alle sorgsam aufgespannt und nach und nach zusammengeführt, wobei ein Rätsel nach dem anderen gelüftet und durch Rückblenden der eine oder andere Einblick in Lupins Vergangenheit gewährt wird. Das Ganze ist zudem so kurzweilig und humorvoll komponiert, dass die antiquierte Animationstechnik überhaupt nicht stört – im Gegenteil, sie ist, wie Lupin selbst, supercharmant – und es zudem nicht schwerfällt zu glauben, dass der Erfolg dieses Films zur Gründung des berühmtes Studio Ghibli führte. Kurz, es stimmt, was auf dem Hardcover zu Das Schloss des Cagliostro steht: „Ein Muss für jede Sammlung!“

Written by: greenrednaruto

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