Company of Heroes 2: PC Review

Sibiren 1952. In einer kleinen Hütte mitten in der Schneewüste, wird der Leutnant Lev Abramovich Isakovich in einer gemütlichen Zelle festgehalten. Es nähert sich Colonel der ihm Fragen über ein bestimmtes Buch stellt.
Es geht um sein altes „Taktisches Tagebuch“ während des zweiten Weltkrieges in Russland.

 

Story:

Nach knappen zwei Minuten Intro, startet das Spiel in Isakovichs Vergangenheit. Es liegt nun an euch,
Teile der Roten Armee während des Krieges zu steuern, und zum Sieg zu führen.
Die erste Mission scheint noch recht langweilig und sehr leicht zu sein.
Es werden nur bis zu 4 Trupps (mit je 6 Mann) gesteuert die mit einfachem Rechtsklick
den Gegner vernichtet.
Es mag vielleicht nicht allzu spannend sein, doch das ändert sich mit den nächsten paar Missionen
stetig.
Mehr Einheiten, Gebäude in denen man Truppen und Fahrzeuge rekrutieren kann, naturale Ereignisse wie Schneestürme die deine Leute zum frieren bringen, und sogar Russland selbst ist teilweise gegen dich.
Einmal Rekruten angeheuert, tritt Regel 227 in Kraft: „Wer sich zurückzieht, stirbt“.

Gameplay:

Die Spielmechanik ist sehr gut ausgereift. Nicht allzu schwer, aber immer fordernder mit heranwachsenden Truppen.
Jede Einheit aus einer Kompanie (oder auch Fahrzeuge aus einem Bataillon), haben verschiedene Fähigkeiten, die
erforscht, oder mit Waffen, freigeschalten werden.
Somit entsteht ein richtig strategisches Gefühl, da man neben einer Ablenkung von Links, einfach auf der Brücke vor deinem Trupp ein paar Sprengstoffe mit den Pionieren platziert. Marschiert nun ein Panzer ganz bequem drüber, Sprengstoff zünden, Brücke (oder zB. auch Eisplatten) stürzt/en ein, und sich einen A**** ablachen dass der Plan funktioniert hat.
Mit 14 Missionen, die jeweils ca. 1 (am Ende auch ein bisschen länger) dauern können, ist mehr als nur ein Wochenende gesättigt mit Spielzeit.

Multiplayer:

Taktik, Taktik, Taktik!
Ja Taktik wird sehr groß geschrieben in Company of Heroes 2.
Der Spieler beginnt mit einem Pioniertrupp, mit denen es möglich ist, Gebäude zu bauen oder sein Gebiet zu vergrößern indem Flaggen erobert werden. Auf einer großen Karte gibt es 3 Sterne die erobert werden müssen. Besitzt eine Fraktion mehr Sterne als der Gegner, werden ihm Punkte abgezogen. Wer als erstes auf 0 ist, verliert.
Warum das Spiel im Multiplayer so spannend ist? Ganz einfach. Jeder versucht mit faulen Tricks den Gegner in eine Falle zu locken.
Natürlich ist nicht nur ein 1on1 aufregend. Es ist möglich sie Spannung zu steigern bis zu einem 4on4.
Riesige Karte, fette Armeen, viele Panzer, und noch mehr Intrigen.

Grafik:

Während den Cutscenes sieht der Spieler nicht all zu viel von der schönen Umgebung, da hauptsächlich Lt. Isakovich im Gefängnis befragt wird.
Im Spiel selbst, sticht die Grafik einem ins Auge. Die neue Engine hat sich bezahlt gemacht.
Schneestürme, Flammen am Lagerfeuer, oder aber auch die Bewegungsanimationen der Figuren gehen perfekt Hand-in-Hand.

Synchronisation:

Dieses Thema wird immer heikler und wichtiger in der Spielbranche. Leider machen sich nur wenige Producer die Mühe, gute bzw nahezu Perfekte Stimmen zu finden.
Auch in Company of Heroes 2 haben sie es sich leicht gemacht.
„Wie können wir gut bei den Synchros austeigen obwohl wir wenig investieren wollen“
„Bauen wir Russische Figuren ein, die eh immer gleich klingen“

Was halten wir nun von der Synchronisation?
Wir gehen mit einem mulmigen Gefühl in die Sache. Egal ob Deutsch oder Englisch.
Uns kommt es vor, dass Völlig unmotivierte, möchtegern, und übermüdete russische Sprecher,
den vorgegebenen Zettel einfach ablesen.

Schade…. sonst wäre das Spiel ein richtig guter Hit, und ein „must-have“ für jeden Strategiespieler.
Alles in allem ein Hammerspiel, welches Anfänger und erfahrene Strategen zum Nachdenken bringt.

Written by: Gabriel Bogdan

Redaktionsleiter/Vernichter von Cornflakes und Vollzeit Gamer

Blogheim.at Logo