The Bureau: XCOM Declassified PS3 Review

XCOM ist mittlerweile ein Synonym für Aliens, die Verteidigung der Welt und jede Menge Taktik. Ob bzw. wie der Shooter The Bureau: XCOM Declassified in dieses Schema passt, erfahrt ihr im folgenden Testbericht.

 

Story

XCOM Declassified entführt uns in das Jahr 1962. John F. Kennedy ist Präsident der Vereinten Nationen und der Kalte Krieg versetzt das Land in Angst und Schrecken. Alle bereiten sich auf einen Atomangriff der Russen vor, doch eine weit mächtigere und teuflischere Gefahr wartet. Aus heiterem Himmel überfallen nämlich Aliens die Erde. Der Präsident ist eines der ersten Opfer der Extraterrestrischen und es wäre wohl um die USA bzw. die ganze Welt geschehen, gäbe es nicht die streng geheime Regierungsorganisation „The Bureau“. Im Spiel schlüpft ihr in die Rolle von Special Agent William Carter und übernehmt das Kommando über eine Einheit von Spezialisten, um die gesamte Menschheit zu retten.

Gameplay

Wie wir bereits im Intro verraten haben, handelt es sich bei The Bureau: XCOM Declassified um einen Shooter, doch das ist nur die halbe Wahrheit. Korrekt müsste man Taktik-Shooter sagen, denn neben klassischem Shooter-Gameplay, wartet auf euch eine strategische Komponente. Ähnlich wie bei XCOM: Enemy Unknown könnt ihr in einer Taktik-Ansicht eurem Team, bestehend aus euch und zwei weiteren Spezialisten (u.a. Pionier oder Commando) Befehle geben. Jede Agentenklasse hat eigene Fähigkeiten wie die Errichtung von Geschütztürmen, die Anforderung von Artilleriefeuer oder ähnliches. Dieses Skills, die ihr durchs Sammeln von Erfahrungspunkten bei Einsätzen freischalten und lernen, können sogar kombiniert werden. So könnt ihr beispielsweise einen Feind wehrlos in die Luft heben, während ein vom Pionier errichteter Geschützturm den Feind aufs Korn nimmt.

Das Spiel könnte mindestens genau so fordernd und grandios sein, wie der noch deutlich taktischere Titel XCOM: Enemy Unknown, doch hier wurde leider viel Potenzial ungenützt gelassen. Warum sind die KI-Mitstreiter teilweise so doof wie ein Stück Brot und warum sind ihre Aktionen teilweise so beschränkt? Warum kann man nicht selbst die Erforschung der eingesammelten Alienwaffen koordinieren oder warum kann man die unterirdische Basis nicht um neue Räume erweitern? Hätte man sich hier etwas mehr überlegt, wäre The Bureau wirklich eine rundum gelungene Action-Taktik-Mischung. So ist es weder ein Taktik-Spiel noch ein Shooter. Es ist ein Spiel, bei dem sich die Entwickler offenbar nicht entscheiden konnte, in welche Richtung sie gehen wollen. Der Leidtragende ist der Spieler, der sich wohl rasantere Shooter-Action oder einen ausgeprägteren Taktik-Part gewünscht hätte.

Optik, Sound & Atmosphäre

Das Setting rund um die Vereinten Nationen der 60er Jahre ist richtig klasse. Die Oldschool-Monitore, die einer Oszillator-Anzeige ähnelnd, der Kleidungsstil als auch die ständige Angst eines Atomangriffs der Russen, erzeugen eine absolut authentische und fesselnde Atmosphäre, doch das wars schon mit den Vorteilen. Die Optik wirkt angestaubt und altbacken – gut das könnte man noch als passend zum Setting bezeichnen, aber Lippenasynchronität und die oftmals hohlen langweiligen Dialoge zerstören mit Sicherheit einen Teil des Settings.

Zusammenfassung

The Bureau: XCOM Declassified hätte ein richtig gutes Spiel werden können. Die Grundidee des Spiels könnte eine breite Masse ansprechen, doch leider konnten sich die Entwickler nicht wirklich entscheiden. Das Ergebnis ist ein lahmer Shooter mit halbherzigen Taktik-Part. Die Optik, der Sound und die Atmosphäre schlagen leider in die selbe Kerbe. Die Story an sich hätte Potenzial, aber sie wird auf der einen Seite zu rasch erzählt und auf der anderen Seite mit sinnlosen sowie langweiligen Dialogen in die Länge gezogen. Bei XCOM: Enemy Unknown haben wir bereits gesehen, dass eine Fusion aus Taktik und Shooter in Kombination mit dem XCOM-Setting absolut funktionieren kann. Die Entwickler von The Bureau: XCOM Declassified hingegen haben die teilweise grandiosen Grundideen leider nicht zu Ende gedacht. Ich kann mich nur wiederholen: The Bureau: XCOM Declassified hätte ein richtig gutes Spiel werden können, aber wegen einiger Mankos wie der dürftigen Kameraden-KI, Schwächen bei der Atmosphäre oder dem fehlenden Bekenntnis Shooter oder Taktik-Spiel, ist XCOM Declassified „nur“ ein Durchschnittstitel. Schade!

7,1

Positiv

+ Cooles 60er Jahre Setting

+ Taktische Kombinationen der Teamfähigkeiten möglich

+ Agieren im Team & Recruiting von neuen Agenten

 

Negativ

– Teammitgleider-KI mit Aussetzern

– Lahmes Shooter-Gameplay & zu wenig Taktik-Möglichkeiten

– Logiklücken & zu schnell erzählte Geschichte

Written by: greenrednaruto

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