Bravely Second: End Layer 3DS Review – Zurück nach Luxendarc

Nachdem ihr bereits einige großartige Eindrücke zur Demo von Bravely Second, durch unsere Community erhalten habt, wollen wir euch natürlich unseren abschließenden Test zum 3DS exklusiven JRPG nicht enthalten. Wir haben uns mal wieder unzählige Stunden in die Welt Eternia vertieft und verraten euch im Test was sich Fans des Vorgängers und auch Neueinsteiger erwarten dürfen.

Sich selbst parodieren geht immer

Bravely Second startet gleich von Anfang mit der Zusammenfassung der bisherigen Ereignisse aus dem Vorgänger, daher ist es ratsam den Bravely Default zu kennen, aber nicht zwingend notwendig. Die Charaktere werden gut genug vorgestellt und auch die ersten 5-7 Stunden des Spiels, kann man noch als ausführliches Tutorial zusammenfassen. Ihr werdet behutsam allen neuen und auch den alt bekannten Charakteren aus dem Vorgänger vorgestellt und bekommt immer wieder neue Einschulungen in den doch sehr vielfältigen Möglichkeiten, die euch Bravely Second bieten wird. Was wohl in Sachen Story und Spielaufbau bei Bravely Second am meisten unterhält, ist nicht unbedingt die packende Geschichte, sondern die Art und Weise wie die Entwickler es umgesetzt haben, die wiederholenden Gameplay Aspekte und Feinheiten (die man aus so vielen JRPG’s bereits kennt) zu parodieren. Als bestes Beispiel bietet das Job-System mit 30 Berufsklassen nicht nur Unmengen an taktischen Möglichkeiten, sondern auch amüsante Klassen wie den Catmancer. Auch die diversen Dialoge zwischen euren Partymitgliedern sind sowohl in der Hauptgeschichte als auch in den optionalen Partygesprächen wieder sehr gelungen ausgefallen und bieten einiges an Abwechslung zum doch schon etwas bekannten Spielablauf.

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Leider reichen amüsante Anspielungen und Eigenheiten nicht um die Geschichte an sich zu verbessern. Im Gegensatz zum Vorgänger fehlt euch schon mal ein großes Ziel hinter euren Aktionen. Es heißt nicht mehr die Welt retten, sondern nur „Agnès Oblige aus den Fängen böser Mächte zu befreien“ was an sich sehr episch klingt, aber bei weiten hinter der  großartigen Geschichte des Vorgängers liegt. Auch die Nebenquests haben etwas an Qualität verloren. Wo sie noch im Vorgänger mit der Hauptgeschichte verlinkt waren, führt ihr jetzt eigentlich nur noch Dialoge mit alten Gegnern und habt dann immer die Möglichkeit zwischen 2 Seiten zu wählen und bekommt dadurch jeweils meistens eine neue Klasse oder Belohnungen.

Weniger ist mehr

In Sachen Gameplay und Städte hat sich gegenüber Bravely Default prinzipiell sehr wenig getan. Die neuen Jobs sind noch die interessanteste Neuerung in Bravely Second und auch die Boss-Kämpfe sind immer noch überraschend fordernd. Ansonsten habt ihr immer noch das übliche Brave/Default-System und auch viele der bisherigen Schauplätze sind komplett unverändert, was zwar natürlich verbesserungswürdig wäre, aber man hält sich eigentlich meistens nur zum Quest abholen und Items/Zauber kaufen in den diversen Städten auf, daher ist es nicht weiter tragisch, dass die Schauplätze fast ident ausgefallen sind.

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Neben den bekannten Mini-Games aus dem Vorgänger habt ihr jetzt Bravely Second einen weiteren Zeitvertreib mit Chompmaster. In dem knuffigen Mini-Spiel macht ihr kleine Plüschtiere aus diversen Materialien und verdient damit chomp points. Mit den chomp points kauf ihr bessere Materialien und das Spiel beginnt von vorne. Während des Mini-Games schaltet ihr auch neue Soundtracks frei um euch die Zeit während des Mini-Games angenehmer zu machen. Wirklich viel Sinn hat das Spiel zwar nicht, aber es ist ein weiterer netter Nebenvertreib für Fans der Serie.

Grafikpracht? Miauz genau!

Nach einiger Zeit kommt man einfach nicht mehr aus den Katzen-Anspielungen heraus, wenn man den Titel zulange gespielt hat, aber solang euer ganzes Team nicht aus Catmancern besteht, braucht ihr euch noch keine Sorgen um eure Gesundheit machen. Spaß beiseite: Bravely Second überzeugt auch im technischen Bereich genauso wie der Vorgänger. Die Welt sieht großartig aus und auch die einzelnen Charakter Designs und Kostüme sind wirklich sehr gut ausgefallen. Vor allem der 3D Effekt des 3D’s kommt hier wieder mal sehr gut zum Einsatz und bietet der Umgebung einiges an Tiefe. Für Freunde der deutschen Sprache, gibt es natürlich alles in Deutsch untertitelt. Sprachlich bietet Bravely Second eine englische und japanische Sprachausgabe. Die beiden Ableger der Reihe bleiben die wohl schönsten Titel auf dem 3DS für unterwegs.

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Bravely Second: End Layer erscheint am 26. Februar exklusiv für den Nintendo 3DS.

Fazit

Bravely Second: End Layer schafft es zwar nicht die Geschichte des Vorgängers zu toppen und recycled doch einiges an Schauplätze, überzeugt aber trotz allem mit einem umfangreichen Aufgebot an Klassen und Ausrüstungsmöglichkeiten. Vor allem die Chemie zwischen den Charakteren und die Art und Weise wie sich die Entwickler in Bravely Second teilweise sogar selbst parodieren, ist mal wieder großartig ausgefallen und wird vor allem Fans des Vorgängers wieder in seinen Bann ziehen.

Wertungsbild 9,0

Positiv

+ Unmengen an unterhaltsamen Content

+ Vielfalt an Jobklassen und taktischen Möglichkeiten

+ Dialoge und Beziehungen zwischen den Charakteren begeistern wie auch im Vorgänger

+ Gameplay und Grafik überzeugen durchgehend

Negativ

– Geschichte etwas schwächer als in Bravely Default

– Fehlende Verbindung zwischen Nebenquests und Geschichte

– Wiederholende Schauplätze aus dem Vorgänger

Written by: Gabriel Bogdan

Redaktionsleiter/Vernichter von Cornflakes und Vollzeit Gamer

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