Atomic Butcher: Homo Metabolicus – Review

Wenn man gerade nicht Entwickler für Triple A – Games ist, muss man sich schon etwas einfallen lassen um die Aufmerksamkeit des gewünschten Spielerschaft auf sich zu ziehen. Es bieten sich hier mehrere Möglichkeiten: eine komplett neue Spielemechanik, eine motivierende Story oder auch eine Mischung aus hohem Ekelfaktor und übertriebener Side-Scrolling, unterlegt mit Heavy Metal. Letzteres ist Atomic Butcher, ein Game direkt aus Österreich.

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Der titelgebende Protagonist lebt in einer verseuchten, post-apokalyptischen Welt, doch sein Zielt besteht nicht darin die Welt zu retten, er will einfach nur eins: mehr Fleisch um seinen niemals endenden Hunger zu stillen. Also metzelt ihr euch durch Gegnerhorden um genau das zu erlangen. Eure Waffen sind anfangs immer euer eigener Urin und eine Rammattacke, durch Power-Ups könnt ihr eure Luftsprunganzahl erhöhen oder auch auf „Kot-Sprünge“ upgraden. Im Spieleverlauf ist euch zusätzlich möglich weitere Waffen aufzusammeln, diese reichen vom standardmäßigen Vollautomatikgewehr bis zu einer Kanone, die Kettensägen verschießt, welche anschließend auch noch explodieren. Eine großartige Schußwaffe, die eigentlich in jeden Shooter gehört! Zur Story sei nur soviel verraten: Früh wird euch ein Programm namens „Project Demiurge“ in den Kopf implantiert, welches seine ganz eigenen Pläne verfolgt…

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Der „Chainsaw-Launcher“ in Action

Der Schwierigkeitsgrad ist fordernd, aber nicht zu schwer, also genau richtig für einen Sidescroller der alten Schule. Checkpoints sind in den Levels fair gesetzt, nachdem man eine heftige Gegner-Passage überstanden hat, lässt sich gleich danach auch einer finden. Passend dazu gibt es eine Wertung am Ende jeden Levels, die den Kill-Count und die Zeit anzeigt, aber auch wie oft man gestorben ist und wie viel Liter Urin man verbraucht hat. Leider ist die Steuerung mit der Tastatur ein wenig hakelig und falls man auf Controller umsteigt, ist eine schlechtere Präzision des 360° Grad-Zielsystems als mit der Maus in Kauf zu nehmen.

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Atomic Butcher: Homo Metabolicus ist das Sequel zu einem Freeware-Titel von Das Humankapital, ein Studio um zwei engagierten Programmierer aus Linz, die gemeinsam für das Prequel zuständig waren. Das Spiel überzeugt mit hoher Qualität, gutem Leveldesign und Liebe zum Detail, etwas das man leider nicht über viele Indie-Spiele sagen kann. Wer sich nicht an dem konstanten Regen aus Blut und Urin, sowie dem, zur Atmosphäre passenden, Heavy Metal Soundtrack stört, während er sich durch die Gegnermassen metzelt, dem sei hiermit eine klare Kaufempfehlung ausgesprochen. Falls euer Interesse geweckt wurde, könnt ihr das Spiel auf Steam finden.

Wertungsbild 8,0

Written by: Julian Bieder